10. Juli 2020

Reifenwechsel – Das muss beachtet werden!

Viele Menschen, die ihren Führerschein frisch erworben haben und ihr erstes Auto fahren, kennen diese Situation – der Reifen ist platt oder Sie müssen einen saisonalen Wechsel von Sommer- auf Winter- bzw. von Winter- auf Sommerreifen durchführen und wissen eigentlich gar nicht, wie man jetzt den Reifen wieder aufpumpt oder sogar komplett austauscht. Typische Fragen, wie zum Beispiel „Wie wechsele ich einen Reifen?“, „Wann muss ich einen Reifen wechseln?“ oder „Wie viel kostet ein Reifen Wechsel?“ werden immer häufiger gestellt. In diesem Artikel gehen wir genauer auf die Fragen ein und versuchen ihnen einen erfolgreiches Autoreifen Wechsel zu ermöglichen!

Wie wechsele ich einen Reifen?

Bevor Sie sich selbst um das Problem kümmern, sollten Sie sich die Frage stellen, ob Sie überhaupt das nötige Wissen und Erfahrung haben, um solch ein Unterfangen selbst zu lösen. Wenn dies nicht der Fall ist, können wir ihnen nur ans Herz legen, einen Experten in einer Werkstatt aufzusuchen.

Wenn Sie die nötigen Voraussetzungen erfüllen, fehlen nur noch die nötigen Werkzeuge, die Sie vor den Reifenwechsel bereitlegen müssen. Dazu gehören ein stabiler Wagenheber, Unterstellbock, Radkreuz, Drahtbürste, Schachtel für Schrauben, Schlüssel für das Felgenschloss sowie Drehmomentschlüssel.

Aber wo befindet sich der Wagenheber? 

Ein kleiner Tipp – Die Bedienungsanleitung des Fahrzeugs verrät, wo der Wagenheber im Auto versteckt ist und wie dieser zu bedienen ist. Wer öfters seine Reifen wechselt, sollte sich eher einen separaten Hydraulikwagenheber zulegen.

Das Reifenprofil messen

Es gibt sehr viele verschiedene Gründe warum ein Reifenwechsel stattfinden muss. Dabei spielen Gründe wie das Alter, der Zustand des Reifens oder Witterungsverhältnisse eine große Rolle. An der Profiltiefe kann man erkennen, wann ein Reifen nicht mehr nutzbar ist und unbedingt ausgetauscht werden sollte. Gesetzlich vorgeschrieben sind hierbei eine Profiltiefe von 1,6 mm. Der ADAC empfiehlt jedoch bei Sommerreifen eine Profiltiefe von 3 Millimetern und bei Winterreifen sogar eine von 4 Millimetern.

Wir haben für Sie eine Reifenwechsel Anleitung zusammengestellt, damit Sie Fehler beim Reifenwechsel vermeiden können.

Das richtige Vorgehen beim Reifenwechsel

  1. Zu allererst die Handbremse anziehen bzw. bei elektrischen Fahrzeugen die Parkbremse „P“ anziehen.
  2. Die Radschrauben müssen gelöst werden.
  3. Den Wagenheber an der korrekten Stelle anbringen (Siehe Bedienungsanleitung).
  4. Die Schrauben vollständig herausdrehen.
  5. Das neue Rad mit dem passenden Reifen für die jeweilige Saison aufstecken.
  6. Die Schrauben müssen wiedereingesetzt werden, aber hierbei nur leicht anziehen.
  7. Danach wird das Auto leicht abgesenkt, sodass das Rad blockiert wird.
  8. Das Rad mit einem Drehmomentschlüssel festziehen (das richtige Drehmoment ist dem Bordbuch zu entnehmen)
  9. Am Ende wird noch empfohlen den Luftdruck zu prüfen und ggf. nachzufüllen.

Wo ist der Unterschied zwischen Sommer- oder Winterreifen?

Manche Dinge erscheinen in der Theorie so einfach. Doch in der Praxis sieht es oft ganz anders aus. Winterreifen heißen Winterreifen, weil sie für den Winter die richtige Bereifung sind. Das gleiche gilt für Sommerreifen und den Sommer. Eigentlich ganz einfach. Aber: Reifen sind schwarz und rund, egal ob Winter- oder Sommerreifen. Das scheint viele Autofahrerinnen und Autofahrer dazu zu verleiten, die Unterschiede zwischen den Reifen zu unterschätzen und zum Beispiel die Winterreifen im Sommer zu nutzen. Der Reifenwechsel im richtigen Zeitpunkt hat deshalb eine sehr wichtige Priorität. Hier zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt die besonderen Merkmale von Winter- und Sommerreifen, damit Sie ein besseres Verständnis zu den jeweiligen Reifen Typen haben.

Besondere Merkmale von Winterreifen

  • Im Gegensatz zu den Sommerreifen besitzen Winterreifen einen höheren Anteil an Naturkautschuk, durch den sie auch bei Kälte geschmeidig bleiben. Je weicher die Reifen, desto besser können sie sich mit der Fahrbahnoberfläche verzahnen und für guten Grip und präzises Fahrverhalten sorgen. Wenn man sich dabei die Sommerreifen anschaut, die bei niedrigen Temperaturen schnell verhärten, zeigen Winterreifen Ihre beste Leistung erst bei Kälte unter 7 Grad Celsius.
  • Außerdem zeichnen sich Winterreifen durch ihre tiefen und breiten Profilrillen aus. Überraschenderweise haftet nämlich nichts besser auf Schnee als Schnee selbst. Wenn sich dieser nun in die breiten Profilrillen drückt, verstärkt das den Grip und verbessert den Vortrieb des Fahrzeugs auf verschneiten oder vereisten Straßen.
  • Darüber hinaus weisen Winterreifen auf der Profilfläche tausende winziger Einschnitte auf, die auch Lamellen genannt werden. Diese verkanten sich im Schnee, Matsch und Eis und verbessern so zusätzlich die Haftung auf der Straße. Außerdem leiten die Lamellen Wasser ab und schützen so vor Aquaplaning.

 

Besondere Merkmale von Sommerreifen

  • In den wärmeren Monaten bieten die Sommerreifen in dem Fall eine bessere Gesamtleistung als Winterreifen. Die Sommerreifen bleiben bei milderen Temperaturen trotzdem so flexibel, dass sie sowohl für trockene als auch nasse Straßen optimal angepasst sind.
  • Zwar sind die Sommerreifen für die meisten Situationen perfekt geeignet, aber auch nur in den meisten Situationen. Denn sie sind nicht für raueres, kälteres Klima geeignet. Sie beginnen bei unterhalb von 7 Grad Celsius zu verhärten und spröde zu werden. Der Grund dafür ist ihre härtere Gummimischung mit einem im Vergleich zu Winterreifen geringerem Naturkautschuk-Anteil. Sie wurden dafür konzipiert, eine optimale Leistung bei höheren Leistungen zu erbringen und dabei ohne zu weich zu werden.
  • Im Gegensatz zu Winterreifen haben Sommerreifen außerdem weniger Lamellen, dafür besitzen sie speziell entwickelte Profilblöcke, die die Aquaplaning Gefahr minimieren. Diese Profilblöcke verbessern bei höheren Temperaturen sowohl den Grip in Längs- wie in Querrichtung und sorgen so für optimale Haftung auf nassen wie auf trockenen Straßen.
  • Auch wenn Sommerreifen die meisten Wettersituationen meistern können, sind sie nicht für raueres, kälteres Klima geeignet. Ihre härtere Gummimischung mit einem im Vergleich zu Winterreifen geringerem Naturkautschuk-Anteil beginnt unterhalb von 7 Grad Celsius zu verhärten und spröde zu werden. Sie sind konsequent dafür entwickelt, bei höheren Temperaturen optimale Leistung zu bringen, und zwar ohne zu weich zu werden. Dieser Eigenschaft ist auch zu verdanken, dass Sommerreifen weniger Rollwiderstand bieten, was sich günstig auf den Kraftstoffverbrauch auswirkt.
  • Die meisten Sommerreifen weisen ein Profil mit einfachen, massiven Gummiblöcken auf, die für einen großflächigen Kontakt zur Fahrbahn sorgen. Diese Bauweise sichert hervorragendes Handling und hat starke Auswirkungen auf den Bremsweg.

 

Wie viel kostet ein Reifenwechsel?

Reifen wechseln kann unterschiedlich teuer sein und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Erst einmal kommt das Material ins Spiel: Die Felgen Art zum Beispiel spielt eine wichtige Rolle. Alufelgen sind deutlich empfindlicher als Stahlfelgen und können je nach Werkstatt höhere Kosten für den Reifenwechsel nach sich ziehen. Einige Werkstätten berechnen auch extra Kosten für besonders große oder breite Reifen. Demnach müssen Sie sich auch entscheiden, ob Sie gebrauchte- oder brand neue Reifen erwerben möchten. Bei gebrauchten Reifen werden sich Fehler aufweisen, die Sie bei neuen Reifen nicht finden werden. Dafür sind neue Reifen auch um einiges teurer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.